Die Wohngruppen stellen die vollstationäre Form der Hilfe zur Erziehung dar, d. h. die uns anvertrauten Kinder/Jugendlichen werden "rund um die Uhr“ betreut. Leitlinie der pädagogischen Arbeit ist die Rückführung bzw. bessere Integration des jungen Menschen in seine Familie oder, falls dies nicht möglich ist, die Vorbereitung auf ein Erwachsenenleben als sozial kompetentes, akzeptiertes, lebenstüchtiges und selbstverantwortliches Mitglied unserer Gesellschaft. In diesem Sinne stellt die Erziehung ein ganzheitliches Geschehen dar, das alle Bereiche des menschlichen Lebens, Erlebens und Handelns umfasst. Die Hauptaufgabe besteht darin, das Kind bzw. den Jugendlichen zu prosozialem Verhalten anzuleiten und eine Förderung seiner individuellen Fähigkeiten zu ermöglichen. Derzeit gibt es sechs Wohngruppen in unserer Einrichtung, zwei im Heimgelände, vier Wohngruppen befinden sich in anderen Orten bzw. Ortsteilen. Die Durchschnittsbelegung einer Wohngruppe liegt bei 8 — 10 Kindern/Jugendlichen, die Betreuung erfolgt durch jeweils 4 pädagogische Fachkräfte und zumeist einer/m Berufspraktikantln. In fünf Wohngruppen können Kinder/Jugendliche zwischen 10 und 15 Jahren aufgenommen werden.
Gruppe "Wildkatzen" 
8 Plätze 
Mädchengruppe 
4 Pädagoginnen
Zentralgelände
5-Tage-Gruppe "Delfine" 
9 Plätze
Jungengruppe 
2 Pädagoginnen, 1 Pädagoge 
Zentralgelände
                                                           

Gruppe "Kängurus/Pelikane" 
10 Plätze 
koedukativ
2 Pädagoginnen, 2 Pädagogen 
Stadtnähe Neuwied
Gruppe "Adler" 
10 Plätze 
koedukativ
2 Pädagoginnen, 2 Pädagogen
Stadtnähe Neuwied
 
Verantwortlich für Aufnahmeanfragen der Wohngruppen:

Erziehungsleitung:

Herr Sorger

Telefon: 02631/401-60

Fax: 02631/401-50

Email: Erziehungsleitung Wohngruppen Oberbieber
Den hier untergebrachten Kindern/Jugendlichen stehen alle Schulformen zur Verfügung, einschließlich unserer heiminternen Paul-Schneider-Schule (staatlich anerkannte

Förderschule - Schule mit dem Förderschwerpunkt sozial-emotionale Entwicklung)


                                    


Aufgenommen werden Kinder im Alter von 8 bis 13 Jahren, die einen derart hohen und differenzierten Förderbedarf aufweisen, dass sie in Regelangeboten, wie z.B. einer Wohn- oder Familiengruppe, nicht angemessen betreut werden können.

Dazu zählen auch Kinder mit stationären psychiatrischen Vorerfahrungen.

Ausnahmen bezüglich des Alters sind möglich, ausschlaggebend ist dann der jeweilige individuelle Entwicklungsstand.


 
Aufnahmekriterien können das hohe Ausmaß oder die Kombination mehrerer der folgenden Störungsbilder sein:
  • oppositionelles und aggressives Verhalten
  • Aufmerksamkeits - Defizit - Syndrom mit oder ohne Hyperaktivität
  • Entwicklungsstörungen
  • emotionale Störungen
  • neurotische Störungen
  • psychotische Entwicklungen

Die Aufenthaltsdauer in der Intensivgruppe ist zeitlich begrenzt. Eine bald mögliche Rückkehr in die Herkunftsfamilie bzw. ein Wechsel in eine andere Betreuungsform werden angestrebt.

Durch einen erhöhten Personalschlüssel (1:1), das Bezugserziehersystem und das enge Zusammenwirken aller pädagogischen, therapeutischen und schulischen Fachkräfte sowie im Quartalsabstand aktualisierte, differenzierte Erziehungsplanung wird ein Umfeld mit klar strukturierten Rahmenbedingungen geschaffen.


Während ihres Aufenthaltes in der Intensivgruppe werden die Kinder angeregt einerseits Verständnis für ihre individuelle Biographie - mit allen Traumata und Konflikten - zu entwickeln, andererseits ihre eigenen Fähigkeiten und Ressourcen zu entdecken und zu nutzen. Die Intensivgruppe (6 Sollplätze) wird von einem Team mit acht Fachkräften betreut.

Davon entfallen sechs MitarbeiterInnen auf den pädagogischen Dienst. Hierzu kommen eine psychologisch-therapeutische Fachkraft (Diagnose, Therapie, Elternarbeit und Beratung) und die sonderpädagogische Fachkraft der Paul-Schneider-Schule (Intensivförderleher)


Verantwortlich für Aufnahmeanfragen der Intensivgruppe:

Herr Sorger


Tel.: 02631/401-60
Fax: 02631/401-50

Email: Intensivgruppe Oberbieber